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April 2019

 
 

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FIW Forschungstag 2019
in München

Wärmewende in der Praxis

Sehr geehrte Damen und Herren,

der FIW Forschungstag findet 2019 unter dem Motto „Wärmewende in der Praxis“ statt. In den Vorträgen werden neben aktuellen Forschungsergebnissen auch die Rolle der Bauaufsicht und die aktuelle Situation von Normung, Zulassung und Zertifizierung beleuchtet. Den technischen Schwerpunkt bilden die Innovationen bei der Wärmedämmung.

Gehalten werden die Vorträge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Instituts und Referenten des Aachener Instituts für Bauschadensforschung e.V. (AIBau), des Deutschen Energieberater-Netzwerks e.V. (DEN) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR).

Melden Sie sich online unter anmeldung.fiw-forschungstag.de für den FIW Forschungstag am Donnerstag, 23. Mai 2019 im Haus der Bayerischen Wirtschaft an.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Ihr

Unterschrift Klaus-W. Körner

               

Unterschrift Andreas Holm

Klaus-W. Körner
Vorstandsvorsitzender des FIW


Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm
Geschäftsführender Institutsleiter FIW

FIW Forschungstag 2019

Impressum:

Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München
Lochhamer Schlag 4, 82166 Gräfelfing
Postfach 15 25, 82157 Gräfelfing
Tel +49 89 85800-0
Fax: +49 89 85800-40
E-Mail: info@fiw-muenchen.de
V.i.S.d.P. Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm

 
 Aktuelles
 

Forschungsprojekt EnEff ID abgeschlossen

Wärmedämmung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfs von Gebäuden. Unter gewissen Umständen, beispielsweise bei einer schützenswerten Fassade oder an nah angrenzenden Nachbargebäuden, kann nicht auf lang erprobte Installationen wie ein WDVS zurückgegriffen werden. Die angestrebten Energieeinsparungen lassen sich jedoch durch im Vergleich eher wenig erprobte Innendämmsysteme erzielen.

Prinzipiell gilt unter mitteleuropäischen Klimabedingungen, dass eine Dämmschicht auf der Außenseite der Konstruktion bauphysikalisch aber auch bezüglich der Vermeidung von Wärmebrücken Vorteile mit sich bringt. Die tragende Wand innerhalb der Dämmschicht bleibt ganzjährig warm und zusammen mit dem meist guten Regenschutz des Außendämmsystems auch trocken. Bei der Innendämmung ist dies umgekehrt: die Wand wird kälter als zuvor und damit zwangsläufig auch feuchter. Um mit einer Innendämmung die gleiche Einsparung wie mit einem Außendämmsystem erzielen zu können, sind größere Dämmstärken erforderlich. Bei dickeren Dämmschichten wird auf der Rückseite der Dämmung die Taupunkttemperatur der Raumluft meist unterschritten – der Feuchteeintrag über Diffusion muss daher durch geeignete Maßnahmen begrenzt und eine Hinterströmung der Dämmung mit Raumluft auf jeden Fall vermieden werden. Deshalb kommt es bei der Innendämmung stärker als bei anderen Wärmedämmvarianten auf die richtige Planung und eine sorgfältige Ausführung an.

Um das Einsparpotenzial im Gebäudebestand durch Innendämmung stärker als bisher zu heben förderte das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Vorhaben zur Erforschung der hygrothermischen Eigenschaften von Innendämmsystemen. Die Forschungspartner FIW München und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP haben während der dreijährigen Projektlaufzeit ein sicheres Bewertungs- bzw. Beurteilungssystem von Innendämmkonstruktionen hinsichtlich der dauerhaften Reduktion der Transmissionswärmeverluste und der bauphysikalischen Randbedingungen ausgearbeitet. Die Wärmedämmeigenschaften und das hygrothermische Verhalten der verschiedenen Innendämmstoffe wurden ermittelt und charakterisiert, Anwendungsbereiche und –grenzen marktüblicher Innendämmsysteme konnten aufgezeigt werden.

Die im Projekt erzielten Ergebnisse können dazu beitragen, einen besseren Leitfaden für Bauschaffende (Bauherren, Ingenieure und Architekten) sowie für die Nutzer (Gebäudeeigentümer und Mieter) zu erarbeiten. Dieser soll helfen, Bestandssituationen besser beurteilen zu können und es ermöglichen, kritische Situationen bereits in der Planungsphase zu erkennen und die Auswahl geeigneter Lösungen zu erleichtern.

Aufgrund der speziellen Umstände ist es möglich, dass bisherige „Nischenprodukte“ einen breiteren Einstieg auf dem Markt finden. Beispielsweise bieten Hochleistungsdämmstoffe einen geringen Flächenverlust, kapillaraktive Dämmstoffe wie Holzfaserdämmplatten, Zellulose und insbesondere Kalziumsilikat-Platten fördern die Austrocknung, indem sie das Tauwasser durch Kapillarleitung wieder nach innen zurück befördern, und für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen in der Bevölkerung geringere Vorbehalte in Hinblick auf mögliche Geruchsemissionen.

FIW-Ansprechpartnerin: Carolin Kokolsky